Strukturmodifizierte hydrophile Kieselsäure verbessert die Antifouling-Wirkung von Beschichtungen auf Kupferoxidbasis

Hydrophiles strukturmodifiziertes AEROSIL® verbessert die Antifouling-Wirksamkeit und die Lebensdauer von Antifouling-Beschichtungen. Es wird auf der Kundenseite synergistisch mit Kupferoxid (Cu2O) formuliert.

Das Entwicklungsprodukt VP 4200 zeigt bei der Verwendung als aktiver Extender mit Kupferoxid eine effektive Antifouling-Wirkung, bei gleichzeitig geringerem Einsatz von Kupferoxid in der Lackformulierung. Der Struktur-Modifizierungsprozess führt funktionell zu einer erheblich höheren Schüttdichte und verringert wirksam die Verdickungswirkung von AEROSIL®. Dadurch lassen sich höhere Beladungsniveaus erreichen. Der höhere Füllgrad von VP 4200 unterstützt nicht nur die Verankerung des Kupferoxids, auch eine deutliche Verstärkung und Zähigkeit des Films tragen dazu bei, dass das Kupferoxid länger zur Verfügung steht. Gleichzeitig ist nach wie vor eine Spritzapplikation möglich.

Bei Zugabemengen über 10 Prozent von VP 4200 (bezogen auf die Gesamtformulierung) stellt sich heraus, dass man mit erheblich geringeren Cu2O-Mengen (rund 6 Prozent, ebenfalls bezogen auf die Gesamtformulierung) einen effektiven Fouling-Schutz erhält. Ein neuartiges Partikel-Design auf der Basis des hydrophilen strukturmodifizierten VP 4200 in der Formulierung erzielt zudem eine bessere Wirkung als eine hydrophob modifizierte Variante.

Strukturmodifizierte AEROSIL®-Typen wurden vor mehr als 10 Jahren eingeführt, um die Kratzfestigkeit und mechanische Beständigkeit von Produkten der Beschichtungs- und Klebstoff-/Dichtstoff-Industrie zu verbessern. Durch neue Entwicklungen können nun neuartige Anwendungen realisiert werden, die umwelttechnisch nachhaltige Verbesserungen der Antifouling-Wirkung in maritimen Umgebungen ermöglichen.

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Dr. Günther Michael

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